Im Jahr 2010 beschlossen wir, Verena und Patrick, mit unserem alten Leben abzuschließen und uns in ein neues Abenteuer zu stürzen. Aus diesem Grund haben wir uns einen Hanomag A-L 28 Allrad-LKW (Bj. 1968) angeschafft. Dieser sollte uns in einem Jahr von Deutschland nach Südafrika bringen. Aus dieser geplanten, einjährigen Transafrika-Reise wurde u.a. ein ca. 6 jähriges Afrika-Abenteuer und ein für uns neuer Lebensstil.

Mehr dazu findest Du auf unserem Blog www.runterwegs.de.

2016 wurden wir etwas reisemüde und uns war klar – wir brauchen ein Sabbatical vom Reisen. Nachdem er viele Jahre ein treuer Begleiter war, haben wir unserem Hanomag eine Kreuzfahrt zurück nach Deutschland spendiert, während wir geflogen sind. 

In Deutschland hat es uns aber nicht lange gehalten und wir haben uns wieder auf den Weg gemacht. Zuerst verbrachten wir einige Wochen auf einem Hof in Niedersachsen und haben unser mobiles Zuhause komplett neu ausgebaut und überholt.

Dann sollte es nach Westsafrika gehen. Dabei war angedacht, dass wir Spanien schnell durchqueren. Aber diese Planung wurde verworfen den wir haben uns in das Land verliebt. Nachdem wir wesentlich länger als ursprünglich geplant in Andalusien geblieben sind, ging es doch noch für 3 Monate nach Marokko. Dort haben wir beschlossen, dass wir erstmal wieder zurück nach Spanien wollen.

Im Sommer 2019 haben wir für mehrere Wochen Housesitting am Rio Guadiana gemacht. Dort mussten wir uns neben dem Haus auch um eine großen Gemüsegarten und viele Bäume kümmern. Während dieser Zeit haben wir gemerkt, dass uns dieses Leben sehr gut gefällt und so haben wir beschlossen ein neues Abenteuer zu wagen – Wir wollen eine eigene Finca in Spanien oder auf der portugisischen Seite des Rio Guadiana.

 

 Leider war schnell klar, die Grundstücke am Guadiana River sind für uns viel zu teuer und/oder zu klein.

Klar war aber auch, dass wir in Andalusien bleiben wollen und nicht zu weit vom Meer entfernt. Zudem sollte es in der Region nicht zu trocken sein. Auf Orte an denen Tomaten angebaut werden stehen wir auch nicht, da dort immer sehr viele, extrem hässliche Gewächshauser stehen.

Bereits vorher hatten wir die Gegend um Bollullus par del Condado in Erwägung gezogen. Also haben wir mehrere Makler in der Stadt ergoogelt. Und tatsächlich, einer hatte ein Grundstück im Angebot, das perfekt für uns klang: 6000 m², Olivenbäume, Obstbäume und Brunnen. Leider gab es keinerlei Fotos, aber irgendwie hatten wir beide sofort das Gefühl, dass dies unser Grundstück werden wird. Sofort haben wir den Makler kontaktiert und haben eine Termin ausgemacht.
Er ist dann mit uns hingefahren um uns das Grundstück zu zeigen. Kaum angekommen war uns klar, dass wir den richtigen Riecher hatten – das Grundstück ist traumhaft und entspricht tatsächlich all unsere Vorstellungen – ja, toppt unserer Erwartungen sogar noch!

Wir baten den Makler darum, noch eine Nacht mit unserem Hanomag auf der Finca bleiben zu können um das Grundstück in Ruhe kennenzulernen.

Am nächsten morgen haben wir auch noch Besuch von einem guten Freund bekommen, der seit viele Jahren in Spanien lebt. Auch er war sehr begeistert von der Finca und hat uns in unserem Entschluss bestärkt. Da unsere spanische Kenntnisse noch sehr gering sind hat er sich auch gleich bereit erklärt mit uns zum Makler zu fahren und alles weitere zu klären. Bereits wenige Tage danach haben wir schon den Vorvertrag unterschrieben. Leider mussten wir kurz danach nochmals nach Deutschland fliegen und der Flug war bereits gebucht. So haben wir verabredet den Notartermin auf den Beginn des neuen Jahres zu legen. So blieb uns auch genug Zeit vorher die benötigte NIE Nummer zu beantragen und ein spanischen Konto zu eröffnen.